Die gesamte ehemalige Gefängnisanlage besteht im Wesentlichen aus 6 Gebäuden.

 

Sie sind auf dem anschließenden Lageplan nummeriert und im Anhang erläutert.

 

Die Stadt Stollberg hat die Nebengebäude, welche nicht mehr benötigt werden bzw. marode waren, bereits rückbauen lassen.

 

Damit ist die gesamte Anlage des Gefängnisses sehr gut in ihrer dominanten Position und Größe über der Stadt Stollberg erkennbar.


Alle Gebäude, außer den nummerierten Gebäuden und den nicht gekennzeichneten Wachhäuschen K1 und K 2, wurden innerhalb des markierten Areals durch die Stadt abgerissen.


Innerhalb und außerhalb des markierten Areals wird es neue Wege und Wohnbebauungen geben.


Die Planung sieht vor, dass die Wege mit Tafeln u.dgl. an die Geschichte der Burg und an das Gefängnis Hoheneck erinnern.


Dabei hat der Zeitraum von 1945 bis 1989 einen sehr großen Stellenwert.

zu den Gebäuden:

Das Gebäude mit der Kennzeichnung 1 ist der sogenannte Ostflügel.

Er diente als Verwaltungsgebäude. In diesem Gebäude hatte auch die Staatssicherheit Räume.


Das Gebäude mit der Kennzeichnung 2 ist der sogenannte Südflügel.

Er ist das eigentliche Zellenhaus. Im Kellerbereich dieses Gebäudes befinden sich die ehemaligen Wasser- und Dunkelzellen.

Dieses Gebäude soll in die Führungen integriert werden. Dabei werden die Kellerzellen und unterschiedliche Zellen mit Originalausstattung gezeigt. Eine komplette Nutzung dieses Gebäudes für die Gedenkstätte ist nicht vorgesehen.


Das Gebäude mit der Kennzeichnung 3 ist der sogenannte Westflügel.

In ihm befanden sich Großraumzellen und ein Saal in der obersten Etage, der für Filmvorführungen und kirchliche Andachten genutzt wurde.

Im 2. OG dieses Westflügels soll die Gedenkstätte untergebracht werden. Der Erdgeschoßbereich und das 1. OG werden durch die Mitmachausstellung Phänomenia genutzt. Der Saal der obersten Etage wird wiederhergestellt und soll für größere Veranstaltungen durch die Gedenkstätte, die Phänomenia und die Stadt genutzt werden. Im 1. OG wird die Phänomenia klassenzimmerähnliche Räume schaffen, eine Nutzung durch die Gedenkstätte auf Mietbasis ist vorgesehen.

Westflügel vom Innenhof gesehen. Über der Gedenkstätte befindet sich die Kapelle der Haftanstalt, der künftige Mehrzwecksaal (mit den hohen Fenstern).
Westflügel vom Innenhof gesehen. Über der Gedenkstätte befindet sich die Kapelle der Haftanstalt, der künftige Mehrzwecksaal (mit den hohen Fenstern).

Das Gebäude mit der Kenzeichnung 4 ist der sogenannte Nordflügel.

Er diente vorwiegend als Produktionsstandort, von den Kellerräumen bis unter das Dach. Untergebracht waren hier auch ein Bereich für die Aufarbeitung der Anstaltskleidung und ein Speiseraum. Für dieses Gebäude gibt es eine Planung von Eigentümer und Stadt. Dieses Gebäude soll künftig eine wissenschaftliche physikalisch-technische Ausstellung (Phänomenia) erhalten. Dazu werden in ihm Ausstellungs-, Verwaltungs- und Seminarräume geschaffen. Diese Nutzung soll künftig Schulen und sonstigen Interessenten interessante Angebote unterbreiten und eine hohe Besucherzahl generieren. Dabei entstehen Synergieeffekte von bislang nicht einschätzbaren Größenordnungen für die Gedenk- und Begegnungsstätte.

 

Das Gebäude mit der Kennzeichnung 5 ist der sogenannte Küchentrakt.

Hier befanden sich die Großküche, dazugehörige Lagerräume und der medizinische Bereich für die Gefangenen. Der medizinische Bereich beherbergte Sprechzimmer, Bad und eine Krankenstation für leichtere Fälle. Eine weitere Nutzung ist noch offen, da die Bausubstanz extrem schlecht ist.

 

Das Gebäude mit der Kennzeichnung 6 ist das sogenannte Fachwerkhaus.

Dieses Gebäude befindet sich außerhalb der umfassenden Sperrmauer, welche den eigentlichen Gefängnisbereich umschließt. Es diente ebenfalls als Verwaltungsgebäude und beherbergte neben Büros auch Besucherzimmer. In ihm ist das Büro des Fördervereins untergebracht. Dieses Büro erfährt eine Verlagerung in die Gedenkstättenetage nach deren Fertigstellung.

 

Die Wachhäuschen K1 und K2 befinden sich neben dem Gebäude 6 unterhalb der Flurstückskennzeichnung 1588/2.

Sie werden nicht Bestandteil der Gedenkstätte. Allerdings bleiben sie im Originalzustand erhalten. Nur über sie ist ein Zugang zu den von 1-5 markierten Gebäuden möglich.

Grundriss der Gedenkstättenfläche
Grundriss der Gedenkstättenfläche