Konzeption für die künftige Dauerausstellung präsentiert

 

Für die künftige Dauerausstellung in der Gedenkstätte Hoheneck  wurde am 20. Oktober 2016 die Konzeption durch die Firma KOCMOC präsentiert. Das 50seitige Dokument beinhaltet eine Leistungsbeschreibung für die künftige Dauerausstellung, mit der die inhaltliche Ausrichtung, gestalterische Grundsätze und die Dramaturgie (Besucherführung) konzipiert wurden. Grundlage des Vorprojekts bildet das Alleinstellungsmerkmal des Hohenecker Gedenkortes als zentrales Frauenhaftanstalt der DDR, das sich der Demokratievermittlung insbesondere der jüngeren Generation verpflichtet sieht.

 

Offener Gesprächskreis mit Hoheneckerinnen

 

Ein  "Offener Gesprächskreis mit Hoheneckerinnen" und Interessierten aus Stollberg und Umgebung fand am 2. Oktober 2016 in der Stadtbibliothek Stollberg statt. Interessante und kurzweilige Gespräche über das ehemalige Gefängnis füllten diesen Abend. Auch wenn der Besucherkreis überschaubar blieb, war diese zweistündige Veranstaltung eine gelungene Form des Austauschs.

 

Vortrag und Diskussion mit Dr. Jan Philipp Wölbern zum "Häftlingsfreikauf"

 

Der Potsdamer Wissenschaftler Dr. Jan Philipp Wölbern referierte kurzweilig und anschaulich am 26. Mai 2016 in der Stadtbibliothek Stollberg über die Entstehungsgeschichte, Entwicklung und Folgewirkungen des Häftlingsfreikaufs. Von 1963 bis 1999 kaufte die Bundesregierung über 33.000 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei. Mehr als 3 Milliarden DM „erwirtschaftete“ das SED-Regime mit dem Verkauf ihrer Inhaftierten, den die Bundesrepublik in Form von Warenlieferungen über das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland bereitstellte. Etwa 20 Besucher waren der Veranstaltung der Gedenkstätte Hoheneck in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Stollberg gefolgt und nutzten die Möglichkeit, dem Referenten Fragen zu stellen.

 

Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten besucht Hoheneck

 

Der Geschäftsführer der Dresdener Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, besichtigte mit OB Marcel Schmidt am 16. März 2016 die ehemalige Haftanstalt Hoheneck, um sich über den Stand der Baumaßnahmen in Hoheneck und dem Ausbau der Gedenkstätte zu informieren. Reiprich war erfreut über den gegenwärtigen Baufortschritt und erwähnte die Notwendigkeit baulicher Maßnahmen zur Etablierung der Gedenkstätte Hoheneck. Die Sächsische Stiftung, deren Ziel in der Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft besteht, fördert den Erinnerungsort Hoheneck durch die Unterstützung des Interimsbüros sowie weiterer Projekte, zu denen auch das Vorprojekt für die künftige Dauerausstellung gehört.