Informationen zur Mitgliederversammlung am 07.11.2015

Am 07.11.2015 fand vom Förderverein Hoheneck eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Diese machte sich erforderlich, da zur letzten Mitgliederversammlung am 10.04.2015 Verfahrensfehler im Einladungsmodus und durch Stimmenabgabe durch ein Nichtmitglied erfolgten. Daraufhin hat das Amtsgericht Chemnitz mit Beschluss vom 03.09.2015 festgelegt, dass der zur letzten Mitgliederversammlung gewählte Vorstand nicht eingetragen wird und eine neue Mitgliederversammlung abzuhalten ist.

 

28 Vereinsmitglieder nahmen an dieser Mitgliederversammlung teil und ich versuchte bereits in meiner Begrüßungsrede deutlich zu machen, wie wichtig Einigkeit und Fairness am heutigen Tag notwendig sind, um den Verein wieder zu den hauptsächlichen Aufgaben zu führen.

Leider zeichnete sich relativ schnell eine Gruppierung von Mitgliedern ab, die mit anwesenden Mitgliedern nicht einverstanden waren. Sie kündigten sofort rechtliche Schritte an, was schon im Vorfeld der Wahl für erheblichen Unmut sorgte.

Zu erwähnen wäre, dass nur Personen, welche zum Stand 10.04.2015 Vereinsmitglied waren, eine ordnungsgemäße und fristgemäße Einladung erhalten hatten. Diese Vorgehensweise war uns vom Amtsgericht bestätigt worden.

Insgesamt 4 Personen zeigten Bereitschaft, für den Vorstand zu kandidieren, welcher aus 3 Personen besteht. Jedoch nur eine Person wollte für das Amt des Vorsitzenden kandidieren.

Zu Beginn der Wahl wurde über das Wahlverfahren abgestimmt, die knappe Mehrheit wünschte eine geheime Wahl.

Das Ergebnis: 12 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen

„Somit fand sich keine einfache Mehrheit für den Kandidaten, und damit war diese Vorstandswahl bereits im ersten Wahlgang nicht erfolgreich,  um einen neuen Vorstand zu benennen.

 

Ich bedauere diese Entwicklung für den Verein sehr und muss feststellen: Ja, der Verein ist zerrissen. Einige Mitglieder konnte nicht über ihren Schatten springen, den Verein neu formieren. Damit nahm man bewusst in Kauf, dass der Verein weiterhin in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist und sich einen großen Schritt in Richtung Auflösung bewegt.

Sicher ist zu begrüßen, dass Aufgaben des Vereins von der Stadt Stollberg übernommen wurden, jedoch sollte es hier nicht nur um wirtschaftliche Belange gehen, wie z.B. die Beantragung von Fördermitteln für die Errichtung einer Gedenkstätte.

Hier geht  es vor allem um Menschen, die sich in einem Verein organisieren und etwas bewegen möchten, die vor allem die Erinnerungen an das Geschehene im berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck wach halten wollen, um so Brücken zu jüngeren Generationen bauen zu können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Jens Franz